Grundschule Langholt Offene Ganztagsschule mit Förderklassen Sprache
Grundschule Langholt  Offene Ganztagsschule mit Förderklassen Sprache

Förderklassen Sprache

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Förderklassen Schwerpunkt Sprache an der Grundschule Langholt

 

1. Wer besucht die Förderklassen Sprache?

 

In eine Förderklasse Sprache werden Kinder eingeschult, die schulpflichtig sind, aber umfangreiche Sprachauffälligkeiten zeigen. Deshalb benötigen sie eine besondere zusätzliche Förderung. Dieser Förderbedarf muss durch ein Sonderpädagogisches Fördergutachten festgestellt werden. Eltern können bei ihrer zuständigen Grundschule die Feststellung eines sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs beantragen. 

Im Rahmen der Inklusion wählen die Eltern den Schulort, der ihnen zur Förderung ihres Kindes am besten erscheint; dies kann auch die zuständige Grundschule sein.

 

2. Unser Einzugsgebiet

 

Die Förderklassen Sprache sind eine Einrichtung des Landkreises Leer. Das Einzugsgebiet der Grundschule Langholt umfasst dabei in der Regel die Gemeinden Westoverledingen, Rhauderfehn und Ostrhauderfehn. Die meisten Kinder kommen mit dem Taxi zur Schule. Der Landkreis Leer regelt die Schülerbeförderung und trägt auch die Kosten dafür. 

 

3. Organisatorisches

 

In den Förderklassen Sprache wird nach den Zielen der Grundschule unterrichtet, allerdings haben die Kinder drei Jahre Zeit, die am Ende der 2. Klasse erwarteten Kompetenzen zu erreichen. In den Klassen sind höchstens 14 Kinder. Sie werden von Förderschullehrerinnen und zunehmend auch von Grundschullehrerinnen unterrichtet. Die sprachfördernden Maßnahmen werden in den Unterricht integriert. Darüber hinaus stehen pro Klasse 3 Stunden Sprachtherapie in der Woche zur Verfügung. Sie werden einzeln oder in Kleingruppen parallel zum Unterricht und zur Betreuungszeit erteilt. Durchgängige Unterrichtsprinzipien sind

  • Aktiv-entdeckendes Lernen

  • Lernen mit allen Sinnen

  • Kommunikationsorientierte Gestaltung der Lernprozesse

Die Förderklassen Sprache sind in das Schulleben der Grundschule Langholt eingebunden. Sie arbeiten in unterschiedlicher Ausprägung mit den Parallelklassen zusammen, um den Kindern möglichst vielfältige sprachliche Anregungen zu geben und sie an das Lern- und Leistungsniveau der Grundschüler heranzuführen.

 

4. Die Eingangsklasse Sprache (1SF)

 

Die sprachlichen Auffälligkeiten der Kinder treten in der Regel nicht isoliert auf, sondern sind oft ursächlich mit Schwierigkeiten in anderen Bereichen verknüpft. Neben den Lehrgängen Deutsch und Mathematik liegen die Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit in der Förderung von Sprache, Wahrnehmung, Motorik und Merkfähigkeit, sowie im Aufbau eines angemessenen Arbeits- und Sozialverhaltens. In der Klasse 1SF wird mit dem Lese- und Schreiblehrgang begonnen, und im Bereich Rechnen wird der Zahlenraum bis 10 erarbeitet.

 

5. Die erste Förderklasse Sprache (2SF)

 

In der Klasse Sprache 2SF wird der Lese- und Schreiblehrgang fortgesetzt und der Zahlenraum bis 20 erarbeitet. Weiterhin werden die Kinder ihren individuellen Bedürfnissen entsprechend gefördert. Sie sollen die Ziele der ersten Grundschulklasse am Ende des ersten Schuljahres Sprache erreichen. Fächer wie z.B. Musik, Religion, Kunst und Sport können gemeinsam mit einer ersten Grundschulklasse unterrichtet werden, und es finden erste gemeinsame Projekte statt.

 

6. Die zweite Förderklasse Sprache (3SF)

 

Die Kinder aus der Grundschulklasse und der Förderklasse Sprache sollen nun möglichst in allen Fächern gemeinsam unterrichtet werden. Grund- und Förderschullehrerin arbeiten als Team zusammen. Gemeinsam unterrichten, begleiten und unterstützen sie die Kinder. Die Sprachfördermaßnahmen werden wie bisher fortgesetzt.

 

7. Was sonst noch wichtig ist

 

Die Förderklassen Sprache sind Durchgangsklassen mit dem Ziel der Rückführung in die Grundschulklassen. Viermal im Jahr berät die Klassenkonferenz über den Entwicklungsstand jedes Kindes und über die Notwendigkeit der Fortsetzung der Fördermaßnahmen. Ein Wechsel in die parallele Grundschulklasse der Grundschule Langholt oder in die entsprechende Klasse in der Grundschule am Wohnort des Kindes kann von der Klassenkonferenz ebenso beschlossen werden wie die Einleitung eines erneuten Überprüfungsverfahrens zur Feststellung eines veränderten sonderpädagogischen Förderbedarfs, z.B. im Schwerpunkt Lernen. In der Regel ist der Förderbedarf im Schwerpunkt Sprache nach drei Jahren abgeschlossen. Die Kinder gehen dann in die vertraute Partnerklasse der Grundschule Langholt über.

 

Eine Umschulung in die 3.Klasse der zuständigen Grundschule am Wohnort des Kindes oder in eine andere Förderschule ist nach der dreijährigen Förderung ebenfalls möglich.

 

8. Wie äußern sich Sprachstörungen ?

  • pragmatisch-kommunikativ:

Das Kind kann seine Wünsche und Bedürfnisse nicht angemessen und altersgemäß klar sagen.

 

  • semantisch-lexikalisch:

Das Kind verfügt über einen eingeschränkten Wortschatz (nur wenige Wörter stehen zur Verfügung, die das Kind selbst gebraucht und/oder die es versteht.)

 

  • syntaktisch-morphologisch:

Das Kind kann Sätze nicht in richtigem Deutsch sprechen.

 

  • phonetisch-phonologisch:

Das Kind kann gewisse Laute nicht richtig sagen oder es vertauscht sie.

 

Auf allen 4 Sprachebenen können FÖRDERBEDÜRFNISSE bestehen:

 

- für das Sprachverständnis

 

- für die Sprachverarbeitung

 

- für die Sprachäußerung

 

 

 

 

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